


Jeder Mensch hat einen einzigartigen Individualgeruch, der sich aus verbrauchter Atemluft, vielfältigen Körperausdünstungen und Gasen aus körpereigenen Stoffwechselvorgängen zusammensetzt. Hinzu kommen ausgefallene Haare sowie Bakterien, die den menschlichen Körper besiedeln. Diesem Duftcocktail gesellen sich zusätzlich ca. 1 bis 1,5 Gramm winzige Hautschuppen, die jeder Mensch pro Tag verliert.
In Mantrailing trainierte Hunde lernen diese unverwechselbaren Düfte zu „lesen“, sie von anderen Gerüchen zu unterscheiden und ihnen gezielt zu folgen. Anhand der individuellen Bakterien, die unsere Haut- und Haarzellen in einem biochemischen Prozess zersetzen, sind Mantrailer sogar fähig, zwischen neuem und altem Trail (Spur) zu unterscheiden. Ein entsprechend trainierter Hund folgt der frischen Spur und vernachlässigt die alte. Darüber hinaus sind Hunde zum sogenannten Stereoriechen, einem räumlichen Riechen, fähig. Sie nehmen die Gerüche je Nasenloch einzeln wahr und können die Richtung, aus der sie kommen, zuordnen.
Beim Mantrailing wird der Hund auf eine einzige Geruchsprobe, das sogenannte Scent (Witterung), geeicht. Auf dem Trail sondiert er dann jene Duftpartikel seiner Umgebung, die mit dem Scent übereinstimmen, und „interpretiert“ sie gewissermaßen in Bezug auf Alter, Richtung und Intensität.